Meine Stimme für Stuttgart Kommunalwahl 26. Mai 2019Stadt Stuttgart

Erstwähler

„Wer sich beschwert, muss auch was tun“

Pia Miriam Heizmann, 16 Jahre alt, hätte es beinahe selbst erwischt: „Mit neun Jahren war mein Traumberuf Politikerin. Inzwischen hat sich das erledigt. Aber ich diskutiere immer noch sehr gerne.“ Mittlerweile hat sie eher die Naturwissenschaften ins Auge gefasst: Nach dem Abitur ist ein Studium in Richtung Wirtschaftsingenieurwesen geplant.
Ihren einstigen Traum von der Politik hat sie allerdings nicht gänzlich an den Nagel gehängt: Sie amtiert als Schülersprecherin des Zeppelin-Gymnasiums in Stöckach, auf dem sie die 11. Klasse besucht. Kein Wunder also, dass sie Wahlen und wählen gehen für wichtig hält, insbesondere für Erstwählerinnen und Erstwähler: „Jugendliche haben eine laute Stimme, beschweren sich gerne über alle möglichen Sachen. Und wenn man sich beschwert, muss man meiner Meinung nach auch aktiv werden und dafür sorgen, dass sich etwas ändert.“

Warum viele Menschen in ihrem Alter nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, ist Pias Meinung nach in erster Linie ein Informationsproblem: Ein großer Teil wisse schlichtweg nicht, dass die Kommunalwahl vor der Tür steht und dass 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben dürfen. Die Wahl am 26. Mai sei im Unterricht bislang auch nicht thematisiert worden. „Andere wissen zwar, dass gewählt wird, sie nehmen aber trotzdem nicht teil, weil sie denken, dass es nichts bringt.“
Ein Problem sei es wohl, dass viele Jugendliche nicht wissen, dass viele Dinge, die in der Politik beschlossen werden, sie sehr wohl etwas angehen, auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint: Das große Ganze sei da wohl noch nicht so ganz im Blick.

Meine Stimme für Stuttgart Kommunalwahl 26. Mai 2019